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Angedacht vom 21.05.2018

Nehmt Neuland unter den Pflug
An diesem Wochenende findet im Kloster Untermarchtal der alljährliche Jugendtag statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Nehmt Neuland unter den Pflug!“
Diesen Satz finden wir im Buch Hosea.
„Pflug“ – dieses Gerät finden wir in der Landwirtschaft wieder. Und damit haben die meisten von uns keine direkte Verbindung. Ein Pflug gesehen hab ich schon, aber noch nie mit einem gearbeitet.
Aber die meisten von Ihnen kennen die Gartenarbeit. Wie bereichernd, aber auch anstrengend kann die Gartenarbeit sein.
Der Garten muss umgegraben, Säcke mit Erde müssen hingeschleppt werden.
Viel Schweiß wird dafür vergossen.
Und dann die Wandlung vom kleinen Samen zur (fruchtbringenden) Pflanze.
Geduld ist gefragt, ebenso Arbeit, aber dann die Erfahrung etwas Eigenes zu ernten, einfach herrlich.
In dem Satz von Hosea steht auch das Wort Neuland.

Angedacht vom 07.05.2018

Suche Frieden
In diesen Tagen findet in Münster der Deutsche Katholikentag statt.
Er steht unter dem Motto „Suche Frieden“ (aus Psalm 34).
Frieden – für uns eine Selbstverständlichkeit.
Wir Jüngeren haben selber noch nie Kriege erfahren müssen, sondern hatten das Glück, in einer bei uns friedlichen Zeit aufwachsen zu dürfen. Die Älteren unter Ihnen haben allerdings zum Teil den Zweiten Weltkrieg miterlebt. Sie mussten fliehen, haben Angehörige und Freunde in diesem Krieg verloren und wissen, welches Elend und welches Leid ein Krieg mit sich bringt. Dennoch haben sie die letzten Jahrzehnte ebenfalls in einem friedlichen Land leben dürfen.
Dankbar müssten wir sein.
Aber sind wir es?

Angedacht vom 09.04.2018

Ich, ich, ich
An sich selber zu denken gehört zu einer wichtigen Aufgabe, die man gegenüber sich selbst hat.
Zu schauen, was brauche ich gerade? Was wächst mir über den Kopf? Wo kann ich meinen eigenen Akku aufladen?
Auch wenn es uns schwer fällt, können, dürfen und müssen wir hin und wieder auch einmal „Nein“ sagen, auch wenn wir dann ein schlechtes Gewissen haben, weil wir andere im Stich lassen. Aber manchmal muss es sein, damit die eigene Familie nicht vernachlässigt wird und damit ich selber nicht unter die Räder komme.
Andererseits habe ich gerade den Eindruck, dass von immer mehr Menschen das ICH zu groß geschrieben wird.
Wenn Krankenhäuser Sicherheitspersonal brauchen und täglich die Polizei kommen muss, weil Patienten vehement und energisch auf IHR recht zur Behandlung pochen und dies schnell auch zu seelischer und körperlicher Gewalt an anderen führen kann, dann frage ich mich, wie das weitergehen soll.
„Ich“ bin wichtig, aber ein zu wichtig genommenes „ICH“ fehl am Platz.
Auch im Straßenverkehr kommt es mir vor, dass immer rücksichtsloser gefahren wird. Hauptsache ICH komme schnell ans Ziel, wenn dabei gefährliche Situationen für andere entstehen – egal! Sicherlich fallen Ihnen noch weitere Beispiele ein.

Angedacht vom 26.03.2018

(Ohn)mächtig
Jeder Tag bringt mich an den Rand der Ohnmacht und zum Teil darüber hinaus.
Jeder Tag bringt immer neue Schreckensnachrichten. Seien es die Kriege, der Terror, die Hunger- und Naturkatastrophen, …
Jeder Tag bringt neue erschütternde Ereignisse. Ereignisse, die den Ruf nach GOTT und dem WARUM wecken.
Wie kann Gott all das zulassen? Warum greift er nicht ein? Kann es überhaupt einen Gott geben? Fragen, die in diesen Tagen häufig gestellt werden. Genauso häufig suchen die Menschen auch in den Kirchen nach Antworten, nach Hoffnung und nach Trost. Viele entdecken das Gebet wieder neu, viele zünden eine Kerze an.
Der Karfreitag ist der Tag der Trauer, der Tränen und der Klagelieder in unseren christlichen Kirchen. Die Glocken verstummen, die Orgel bleibt stumm. Der Gottesdienst ist so schlicht wie an keinem Tag sonst im Jahr, zumindest von katholischer Seite her.
Am liebsten würden wir solche Trauertage abschaffen, denn wer hat die guten, heiteren und unbeschwerten Tage nicht lieber?
An Karfreitag erinnern wir uns aber an den Tod Jesu am Kreuz. Und genauso können wir an diesem Tag die Erinnerung an die vielen Toten der Welt hineinnehmen.
Wir können und dürfen die Toten von Krieg, Terror, Gewalt, Unfällen und Naturkatastrophen in unsere Klagelieder hineinnehmen und fragen: WARUM?
Aus unserem Glauben heraus wissen wir, dass Jesus von den Toten aufersteht, weshalb dann den Karfreitag bewusst feiern? Weshalb die Trauer und die Stille aushalten? Es wird doch alles gut!
Das stimmt! Es wird alles gut! Bei Jesus wissen wir es. Genauso bei uns, dennoch begleitet uns viel Trauer und Schmerz in unserem Leben. Sei es der Tod eines Menschen, eine Krankheit, die uns selbst oder andere Menschen belastet und quält.

Angedacht vom 12.03.2018

Stimmig
Wer die letzte Zeit mit mir geredet oder mit mir zu tun hatte, der hat sehr schnell bemerkt, dass ich zurzeit etwas stimmlos bin. Meine Stimme lässt mich die letzten Wochen regelmäßig im Stich. Kein Zustand, an den ich mich gewöhnen möchte.
Und dennoch ist es möglich, uns in anderen Formen auszudrücken. Auch wenn meine Stimme total versagt, kann ich meinem Gegenüber deutlich machen, was ich gerne hätte.
Mit unserem Glauben ist es gleich. Es ist wichtig, über seinen Glauben zu reden, anderen davon zu erzählen, andere mit seinem Glaubenszeugnis anzustecken (im positiven Sinn, nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt oder etwas Schlimmerem). Über den Glauben zu reden, fällt nicht jedem von uns leicht, aber es gibt viele andere Möglichkeiten seinen Glauben zu zeigen. In dem man ihn vorlebt, mit guten Beispiel vorangeht, andere wertschätzt, Fremden mit Achtung begegnet, u.v.m.

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