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Angedacht vom 29.10.2018

Totengedenken
Der November ist üblicherweise ein dunkler, verregneter, kalter und stürmischer Monat. Nach diesem überaus heißen, trocken Sommer das krasse Gegenteil.
Seit vielen Generationen ist der November auch ein Monat, in dem wir Menschen uns an die dunklen, traurigen Momente erinnern – voran, die Erinnerung an unsere Verstorbenen.
Wer schon seinen Partner, seine Eltern, sein Kind oder einen anderen geliebten Menschen verloren hat, der weiß, wie stark und langwierig die Trauer und der Schmerz sein können. Die Trauer kann so stark sein, dass sie uns nicht mehr loslässt. Es braucht Menschen und Orte, wo unsere Trauer Raum und Platz bekommt. Dies kann das Grab des/der Verstorbenen auf dem Friedhof sein. Seine letzte Ruhestätte. Unsere Stätte, an dem wir uns ganz nah beim Verstorben fühlen können.

Angedacht vom 18.06.2018

Ich-bin-da
Viele Menschen folgten Jesus. Die Schar derer, die im folgten, wuchs von Tag zu Tag. Sie waren überzeugt, dass Jesus der Messias ist. Er hat sie mit seinen Reden und seinem Handeln angesteckt und begeistert.
Auch heute folgen noch viele Menschen Jesus nach, selbst wenn unsere Kirchen sonntags bei weitem nicht mehr prall gefüllt sind.
Wenn wir immer wieder unseren Glauben hinterfragen und an ihm arbeiten, kann er wachsen und gedeihen. Sollten uns dabei Zweifel kommen, sind wir in guter Gesellschaft:
Den Jüngern ging es nicht anders. Sie waren nicht ohne Zweifel und Ängste. Die Geschichte vom „Sturm auf dem See“ zeigt dies.
Alle haben Angst und sind voller Panik, als der Sturm losbricht und das Boot zu sinken droht. Jesus hingegen ist die Ruhe selbst, er schläft sogar.
Der Glaube der Jünger an Jesus hat da noch „Luft nach oben“. Sie sind sogar verärgert über ihn, wie er so handeln kann.
Jesus ist mitten unter ihnen und doch fehlt es ihnen an Glauben, dass alles gut wird.
Viele andere „Propheten“ und Götter versuchen immer wieder Menschen zu überzeugen und viele folgen ihnen nach. Wenn dann aber einmal der Notfall eintritt, sind diese Menschen alleine. Sie finden keinen Halt, stürzen in die Tiefe.
Wer Jesus folgt, der glaubt an den Gott, der immer bei uns ist und der Mose seinen Namen sagte. „Ich-bin-da“.
Auch wenn es uns schwerfällt Gott in unserem Leben zu entdecken, dürfen wir gewiss sein, dass er uns begleitet und für uns da ist.
Bei Beerdigungen spüre ich immer wieder, dass unser Glaube, wenn er da ist, den Menschen auch in solch schwierigen Situationen Halt und Kraft gibt.
Folgendes (bekannte) Gedicht von Margaret Fishback Powers bringt dies wunderschon zum Ausdruck:

Angedacht vom 04.06.2018

Mit dem Herzen sehn
„Ich möchte mit dem Herzen sehn, so wie es Vinzenz getan hat.“
Mit diesem Lied im Ohr und den Erinnerungen an den Jugendtag im Kloster Untermarchtal schreibe ich gerade dieses „Angedacht“!
Es waren schöne, aber auch anstrengende Tage und kurze Nächte, die wir auf dem Weg nach Untermarchtal und auf dem Jugendtag selber hatten. Als es dann los ging, waren alle Anstrengungen, vor allem für die Jugendlichen, die mit dem Rad unterwegs waren, vergessen und vorbei.
Bei diesem Jugendtags-Lied bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut, wenn am Samstagabend knapp 1000 Jugendliche und am Sonntag nochmals 3-mal so viele dieses Lied anstimmen und nicht mehr aufhören wollen zu singen.
Ein Lied, dass unseren christlichen Glauben in einem Satz auf den Punkt bringt:
„Mit dem Herzen sehen“.

Angedacht vom 21.05.2018

Nehmt Neuland unter den Pflug
An diesem Wochenende findet im Kloster Untermarchtal der alljährliche Jugendtag statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Nehmt Neuland unter den Pflug!“
Diesen Satz finden wir im Buch Hosea.
„Pflug“ – dieses Gerät finden wir in der Landwirtschaft wieder. Und damit haben die meisten von uns keine direkte Verbindung. Ein Pflug gesehen hab ich schon, aber noch nie mit einem gearbeitet.
Aber die meisten von Ihnen kennen die Gartenarbeit. Wie bereichernd, aber auch anstrengend kann die Gartenarbeit sein.
Der Garten muss umgegraben, Säcke mit Erde müssen hingeschleppt werden.
Viel Schweiß wird dafür vergossen.
Und dann die Wandlung vom kleinen Samen zur (fruchtbringenden) Pflanze.
Geduld ist gefragt, ebenso Arbeit, aber dann die Erfahrung etwas Eigenes zu ernten, einfach herrlich.
In dem Satz von Hosea steht auch das Wort Neuland.

Angedacht vom 07.05.2018

Suche Frieden
In diesen Tagen findet in Münster der Deutsche Katholikentag statt.
Er steht unter dem Motto „Suche Frieden“ (aus Psalm 34).
Frieden – für uns eine Selbstverständlichkeit.
Wir Jüngeren haben selber noch nie Kriege erfahren müssen, sondern hatten das Glück, in einer bei uns friedlichen Zeit aufwachsen zu dürfen. Die Älteren unter Ihnen haben allerdings zum Teil den Zweiten Weltkrieg miterlebt. Sie mussten fliehen, haben Angehörige und Freunde in diesem Krieg verloren und wissen, welches Elend und welches Leid ein Krieg mit sich bringt. Dennoch haben sie die letzten Jahrzehnte ebenfalls in einem friedlichen Land leben dürfen.
Dankbar müssten wir sein.
Aber sind wir es?

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