Angedacht vom 18.11.2019

 „Ich denk an dich!“
Kommendes Wochenende findet in der Diözese Rottenburg-Stuttgart der Jugendsonntag statt. An vielen Kirchengemeinden wird an diesem Tag ein Jugendgottesdienst gefeiert. Der letzte Sonntag im Kirchenjahr, der Christkönigssonntag, ist seit vielen Jahren für die Jugend reserviert.
Unter dem Motto „Keine Sorge: Ich denk an dich!“ feiern die Jugendlichen und auch die „jung Gebliebenen“ einen Gottesdienst.
„Ich denk an dich!“ – An wen denke ich?
„Ich denk an dich!“ – Wer denkt an mich?
Zwei Fragen, die uns umtreiben können und die unser Leben und unser Miteinander beeinflussen.
Bin ich nur auf mich fixiert, sind mir andere egal? Oder nehme ich Anteil am Leben anderer? Sind andere mir wichtig?
Genauso andersherum: Denkt jemand an mich? Bin ich für andere wichtig? Oder muss ich allein durchs Leben gehen?

Angebdacht vom 21.10.2019

„Unendlich glauben“ …
… unter diesem Motto waren die Kirchen im Remstal seit Mai auf der Remstalgartenschau unterwegs.
Viele Gottesdienste und Veranstaltungen zeugten von einem lebendigen Glauben, der zahlreiche Menschen erreichen kann.
So strömten z.B. viele Besucher zur Nacht der offenen Kirchen Anfang Oktober und nutzten die vielfältigen Angebote.
Die Remstalgartenschau ist seit letztem Wochenende Geschichte. Aus und vorbei. Was aber bleibt, neben schönen Erinnerungen, ist unser Glaube.
„Unendlich glauben“ endet nicht mit der Gartenschau, sondern geht, wie der Name schon verrät, unendlich weiter.
Gewiss, Zweifel und Unsicherheiten kommen immer wieder vor. Wenn ich mich damit aber beschäftige, dann kann mein Glaube wachsen und gedeihen.

Angedacht vom 07.10.2019

Frauen.Männer.Macht.Kirche.Erneuerung

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde. Heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn er kommt“, singen wir in einem Lied.
Es regt sich Widerstand in der katholischen Kirche. Das ist prinzipiell nichts Neues. Neu ist die Wucht, mit der nicht nur, aber vor allem Frauen Veränderungen einfordern. Nach dem Missbrauchsskandal stellen sich verstärkt Fragen nach der Struktur und damit der Machtverteilung. Massiv kritisiert werden nicht nur von Frauen die Aufrechterhaltung des Pflichtzölibats für Diözesanpriester sowie der Ausschluss von Frauen von allen Weiheämtern.
Frauen im Gefolge Jesu. Das wird von uns oft nicht wahrgenommen. Wir sehen Jesus meist nur von den zwölf Jüngern umgeben, und nicht diesen bunten Haufen von Frauen und Männern. Frauen im Gefolge Jesu, Frauen als seine Gesprächspartnerinnen, Frauen als seine Sponsoren, die ihm mit ihrer Habe dienen. (vgl.LK8,1-3). Und wenn man in die Apostelgeschichte schaut, finden wir unter den Gemeindeleitern und Diakonen etliche Frauen.
Es ist eigentlich schade, dass wir in der Kirche uns in der Frauenfrage weniger an Jesus orientieren, sondern uns erst bewegen, wenn der allgemeine gesellschaftliche Druck groß wird. Jetzt ist die Zeit, dass wir umdenken.
Ob es tatsächlich Reformbereitschaft gibt, wird sich am so genannten „Synodalen Weg“ zeigen, den die Deutsche Bischofskonferenz auf ihrer Vollversammlung im Frühjahr 2019 beschlossen hat und der am 1.Advent 2019 beginnen soll.

Angedacht vom 23.09.2019

Alle Jahre wieder …
… beginnt die Adventszeit im Sommer!
Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Vorweihnachtszeit hat schon längst begonnen.
Zumindest wenn man in Einkaufshäuser oder Baumärkte schaut.
In den Regalen stapeln sich Lebkuchen und Spekulatius oder im Baumarkt bekommt man keine Sommerware mehr, weil für den Weihnachtsmarkt aufgebaut wird. Und das Anfang September.
Ärgerlich!
Die Versuchung ist groß, jetzt schon „Weihnachten“ nach Hause zu holen, den Lebkuchen oder ähnliches zu essen und in Erinnerungen zu schwelgen.
Das geht mir genauso.
Doch wer wartet und sich erst kurz vor der Adventszeit mit Weihnachtsleckereien eindeckt, der schaut oft auf leere Regale.
Ein Dilemma!

Angedacht vom 09.09.2019

Anbetung Gottes – Heimweh der Seele nach ihrem Ursprung
Der Sonnengesang ( Strophe 1)
Der Sonnengesang ist der bekannteste Text des „Troubadours aus Assisi“ und zählt aufgrund seiner dichterischen Gestalt und seines Inhalts zur Weltliteratur. Er entstand in altitalienischer Sprache im Winter 1224/25 als Franziskus krank in einer Hütte bei San Damiano lag.
Dieses Gebet ist nicht nur eine Hymne auf Gottes gute Schöpfung, sondern fordert uns auch heraus in unserem Verhalten zur Welt und in der Annahme von Krankheit und Sterben.
Für die weltweite franziskanische Bewegung ist der Sonnengesang des hl. Franziskus ökologisches Leitbild.
Wenn wir unsere Verantwortung ernst nehmen, bedeutet dies, um es mit Papst Franziskus zu sagen, eine Veränderung unseres konsumorientierten Lebensstil hin zur Minderung des Ressourcenverbrauchs und zum Erhalt der Artenvielfalt (Biodiversität).
Erste Strophe:
Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre
und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig , dich zu nennen.

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