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Angedacht vom 20.11.2017

Gott hat geheilt
„Er hat alles gut gemacht!“ Dies sagen die Menschen, die Jesus, der bei der Heilung eines Taubstummen dessen Ohren öffnet, erleben (Mk. 7,31-37).
Am eigenen Leib hat dieser Taubstumme die Kraft und die Macht Gottes erlebt. Er kann sagen: „Gott hat geheilt!“
Es gibt sicherlich einige unter Ihnen, die diese Macht und diese Kraft Gottes auch schon einmal oder öfters verspürt haben. Sie muss nicht deutlich sein. Gott kommuniziert ganz verschiedenartig mit uns. Vom brausenden Sturm, im brennenden Dornbusch bis hin zum sanften Säuseln.
Nicht immer nehmen wir Gott wahr, sei es wegen unserer alltäglichen Hektik, dem Lautstärkepegel um uns herum oder auch wegen unserer Verschlossenheit. Vielleicht bekommen wir auch erst im Nachhinein eine Ahnung davon, dass Gott bei uns war und uns begleitet hat.
Manche von Ihnen erleben aber auch das Gegenteil:
Wie viele von uns sind enttäuscht von Gott?

Wie viele von uns klagen Gott an, weil ihre Bitten an ihn vergeblich waren?
Aus eigener Erfahrung weiß ich wie man sich fühlt, wenn man das Gefühl hat, Gott meint es nicht gut mit einem.
Wir hadern, wir schreien, wir fragen nach dem „Warum?“.
Mein Glaube an Gott stand nie zur Debatte, keine Sorge. Aber auch ich als kirchlicher Mitarbeiter darf mit Gott hadern und mich bei ihm beklagen.
Wichtig ist aus meiner Sicht, dass wir weiterhin den Glauben an Gott nicht verlieren. Weiterhin hoffen, auf ihn bauen und uns ihm öffnen.
Vor einiger Zeit dürfte ich mich dem geheilten Taubstummen anschließen. Auch ich konnte nun sagen: „Gott hat geheilt!“
Ich glaube allerdings nicht, dass mein Hadern und mein Klagen Gott zum Einlenken bewegt hat. Nein, es gehört zum großen Plan Gottes. Dieser Plan Gottes ist oft zu groß für uns Menschen, dass wir ihn verstehen können. Egal, ob es aus unserer Sicht die guten oder die schlechten Pläne Gottes sind.
Anderen ergeht es gleich wie mir, doch es gibt auch welche unter ihnen, die mit ihren Leben hadern, die sich bei Gott beklagen oder mit ihm schon gebrochen haben.
Ich wünsche Ihnen, dass die Worte Jesu Ihnen gut tun und Sie offen sind für die Hoffnung und die Liebe, die Gott uns schenkt: „Effata! Öffne dich!“ (Mk 7,34)
Herzlichst ihr Gemeindereferent Frank Schien

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