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Angedacht vom 09.04.2018

Ich, ich, ich
An sich selber zu denken gehört zu einer wichtigen Aufgabe, die man gegenüber sich selbst hat.
Zu schauen, was brauche ich gerade? Was wächst mir über den Kopf? Wo kann ich meinen eigenen Akku aufladen?
Auch wenn es uns schwer fällt, können, dürfen und müssen wir hin und wieder auch einmal „Nein“ sagen, auch wenn wir dann ein schlechtes Gewissen haben, weil wir andere im Stich lassen. Aber manchmal muss es sein, damit die eigene Familie nicht vernachlässigt wird und damit ich selber nicht unter die Räder komme.
Andererseits habe ich gerade den Eindruck, dass von immer mehr Menschen das ICH zu groß geschrieben wird.
Wenn Krankenhäuser Sicherheitspersonal brauchen und täglich die Polizei kommen muss, weil Patienten vehement und energisch auf IHR recht zur Behandlung pochen und dies schnell auch zu seelischer und körperlicher Gewalt an anderen führen kann, dann frage ich mich, wie das weitergehen soll.
„Ich“ bin wichtig, aber ein zu wichtig genommenes „ICH“ fehl am Platz.
Auch im Straßenverkehr kommt es mir vor, dass immer rücksichtsloser gefahren wird. Hauptsache ICH komme schnell ans Ziel, wenn dabei gefährliche Situationen für andere entstehen – egal! Sicherlich fallen Ihnen noch weitere Beispiele ein.

Ostern liegt knapp anderthalb Wochen zurück.
Ein Fest der Familie, viele Ostereier wurden versteckt und gesucht. Es war ein schönes Fest.
Und doch könnte dieses Fest den Menschen die Augen öffnen, was es aber scheinbar nicht tut.
Jesus waren die anderen Menschen wichtig, er ging zu denen, die von der Gesellschaft verachtet und ausgeschlossen waren. Er agierte auf Augenhöhe mit ihnen.
Er dachte aber auch an sich selbst und nahm sich Auszeiten.
Und doch war er derjenige, der das Wohl der anderen über sein eigenes Wohl gestellt hat. Er nahm alles Böse, alle Schuld der Menschen auf sich und starb für sie, für uns! Er gab uns das Wertvollste was er hatte – sein Leben!
Nehmen wir uns ein Beispiel an Jesus, nicht in dem wir für andere sterben, sondern in dem wir unser ICH nicht ganz so wichtig nehmen, sondern den anderen Menschen auf Augenhöhe begegnen!
Ihr Gemeindereferent Frank Schien

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