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Angedacht vom 07.05.2018

Suche Frieden
In diesen Tagen findet in Münster der Deutsche Katholikentag statt.
Er steht unter dem Motto „Suche Frieden“ (aus Psalm 34).
Frieden – für uns eine Selbstverständlichkeit.
Wir Jüngeren haben selber noch nie Kriege erfahren müssen, sondern hatten das Glück, in einer bei uns friedlichen Zeit aufwachsen zu dürfen. Die Älteren unter Ihnen haben allerdings zum Teil den Zweiten Weltkrieg miterlebt. Sie mussten fliehen, haben Angehörige und Freunde in diesem Krieg verloren und wissen, welches Elend und welches Leid ein Krieg mit sich bringt. Dennoch haben sie die letzten Jahrzehnte ebenfalls in einem friedlichen Land leben dürfen.
Dankbar müssten wir sein.
Aber sind wir es?

Müssten wir nicht anderen bereitwillig unsere Hilfe anbieten und ihnen ein Leben in Frieden ermöglichen?
Und dennoch tun sich viele Menschen schwer damit.
Als Jesus nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern kam, wünschte er ihnen: „Der Friede sei mit euch“.
Friede – das gute Miteinander ohne Krieg, Streit, Gewalt.
Friede – das gute Miteinander ohne Neid und Missgunst
Friede – mit mir selber.
Ich denke, dass gerade der letzte Punkt, der Friede mit mir selber, uns davon abhält anderen mit einem guten Miteinander zu begegnen.
Die Angst etwas zu verlieren, etwas abgeben zu müssen ist riesen groß in unserer Gesellschaft.
Die Angst vor Veränderungen, obwohl es schon immer Veränderungen gab.
Die Angst etwas von seiner Freiheit, von seinem Wohlstand abgeben zu müssen.
Diese Angst macht uns zu Egoisten, macht uns unzufrieden mit der Welt und mit uns selber. Und gerade die Zufriedenheit mit uns selber ist ein wichtiger Baustein für ein gutes Miteinander.
Unsere Gesellschaft allerdings sieht es anders:
Zufriedenheit bedeutet Stillstand – Stillstand bedeutet Rückschritt. Nur das Wachstum zählt.
Aktuell habe ich gerade viel mit Luftballons zu tun, denn meine Tochter hat diese gerade sehr ins Herz geschlossen. Allerdings klappt das mit dem Aufblasen noch nicht so richtig, also darf der Papa oder die Mama ran.
Je größer solch ein Luftballon ist, desto besser. Allerdings müssen wir rechtzeitig zufrieden mit dessen Größe sein, sonst zerplatzt er, macht Krach und kann ein heulendes Kind zurücklassen.
Das mit dem Wachstum, mit der Weiterentwicklung hat seine Richtigkeit, wir können nicht immer auf dem Bildungsstand eines Kindes bleiben, aber es hat auch seine Grenzen, deshalb: „Suche Frieden, jage im nach!“
Ihr Gemeindereferent Frank Schien

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