Hauffweg 7
73630 Remshalden-Grunbach 
 
Telefon: 07151/72514
Fax: 07151/71535
 eMail: StMichael.Remshalden@drs.de

Angedacht vom 29.10.2018

Totengedenken
Der November ist üblicherweise ein dunkler, verregneter, kalter und stürmischer Monat. Nach diesem überaus heißen, trocken Sommer das krasse Gegenteil.
Seit vielen Generationen ist der November auch ein Monat, in dem wir Menschen uns an die dunklen, traurigen Momente erinnern – voran, die Erinnerung an unsere Verstorbenen.
Wer schon seinen Partner, seine Eltern, sein Kind oder einen anderen geliebten Menschen verloren hat, der weiß, wie stark und langwierig die Trauer und der Schmerz sein können. Die Trauer kann so stark sein, dass sie uns nicht mehr loslässt. Es braucht Menschen und Orte, wo unsere Trauer Raum und Platz bekommt. Dies kann das Grab des/der Verstorbenen auf dem Friedhof sein. Seine letzte Ruhestätte. Unsere Stätte, an dem wir uns ganz nah beim Verstorben fühlen können.

In unseren christlichen Kirchen besuchen wir im November die Gräber unserer Verstorbenen. Von katholischer Seite an Allerheiligen, auf evangelischer Seite am Ewigkeitssonntag. Unser christlicher Glaube schenkt uns die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern dass es nach dem Tod für uns weitergeht. Dass wir nicht verloren sind, sondern uns bei Gott wiederfinden. Eine Hoffnung, die aufbaut, die Kraft gibt, die einem hilft, seine Trauer und seinen Schmerz anzugehen und damit klar zu kommen. Eine Hoffnung, die auch mir schon öfters geholfen hat.
An Allerheiligen gibt es bei uns im katholischen Gottesdienst eine schöne Tradition. Die Namen der Verstorbenen des letzten Jahres werden vorgelesen. Für jeden Namen wird eine Kerze an der Osterkerze, einem Zeichen der Auferstehung Jesu, angezündet und dazu „bekommt“ jede/jeder Verstorbene eine Rose. Ein schönes Zeichen für unsere Liebe. Rosen sind das Symbol schlecht hin, mit der man seine Liebe zum Ausdruck bringen kann. Ohne Worte sprechen sie für uns. Genauso haben sie aber auch Dornen. Dornen, die uns schmerzen, so wie es der Verlust einen geliebten Menschen macht. Wenn eine Rose abstirbt, bleiben die Dornen übrig. Allerdings auch die 5 Kelchblätter unterhalb der Blüte, die auch im kältesten Winter nicht abfrieren. Diese fünf Blätter bleiben bestehen, sterben nicht ab. Diese fünf Kelchblätter kennzeichnen die Liebe, die uns weiterhin mit unseren Verstorbenen verbindet.
Geben Sie Ihre Hoffnung nie auf!
Das wünscht Ihnen Ihr
Gemeindereferent Frank Schien

© 2017 chimarketing.de - All Rights Reserved.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
zur Datenschutzerklärung Verstanden Ablehnen