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Angedacht vom 04.09.2017

Lohn
Demnächst wird der neue Bundestag gewählt. Und die Fussballsaison hat bereits begonnen.
Mit der Wahl wird bestimmt, welche Partei/en gewinnen und welche davon den/die Kanzler/in und die Minister/innen stellen wird.
Mich hat dabei folgende Rechnung fasziniert: der/die künftige Kanzler/in verdient im Jahr etwa so viel, wie ungefähr einer der zehn bestbezahlten Fussballprofis an einem Tag. Mit anderen Worten: ein Kanzler/ eine Kanzlerin müsste 365 Jahre amtieren, um dasselbe zu verdienen wie einer der bestbezahlten Fussballprofis (Sie können dies ebenfalls einfach im Internet recherchieren- oder einfach mir glauben).
Damit Sie mich aber nicht falsch verstehen: ich will jetzt nicht darüber mokieren und das Ganze als ungerecht bezeichnen. Oder Neid schüren. Denn so mancher Sportler, der Multimillionär war, blieb weder reich noch glücklich….

Angedacht vom 28.08.2017

Socke

Meine Waschmaschine hat eine wunderliche Eigenschaft.
Wenn die Wäsche fertig ist und ich die Kleider heraus nehme, dann finden sich nicht die zueinander passenden Socken mehr. Da mir die Zeit und noch mehr die Geduld fehlen, um in die passende- Sockensuche zu intensivieren, nehme ich auch mal unterschiedliche Socken als Paar.
Das ist nicht weiter schlimm, denn ich trage immer lange Hosen und was drunter ist, geht keinen was an. Außerdem sind fast alle meine Socken schwarz (Priestersocken eben) und man muss schon genau hinsehen, um zu erkennen, wenn sie ein ungleiches Paar sind.
Jedoch war ich einmal auf einem Taufgespräch und die Strasse war nass, die Schuhe dreckig, die Wohnung der Gastgeber sauber. Und so zog ich die Schuhe aus. Und siehe da. Der Hausherrin fiel tatsächlich meine unorthodoxe Sockenkollektion auf. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist. Aber guten Frauenblicken entgeht nichts. Natürlich sagte die höfliche Frau nichts, aber ihr Blick hing länger und erstaunt an meinen Füssen.

Angedacht vom 24.07.2017

Verstrahlt
Obiges Wort ist in der Jugendsprache sehr bekannt. Es bedeutet, dass ein Mensch wirre Meinungen hat. Oder, dass er oder sie sehr planlos durchs Leben gehen. Daher ist es kein Kompliment, wenn dieses Wort Ihnen gegenüber gebraucht wird. Ja, man sollte sich dann ernsthaft fragen, ob man noch normal ist.
Verstrahlt werden ist ja bei radioaktiven Strahlen sehr gefährlich. Jedoch sind Strahlen für mich sonst etwas Positives. Ich mag es, wenn die Sonne mich anlacht. Und noch mehr, wenn das ein strahlendes Gesicht tut. Auch wenn ich mich in der Gnade Gottes weiß, dann ist SEIN Strahlen wohltuend.

Angedacht vom 17.07.2017

Lidl lohnt sich
Wo kann man die besten Gebete finden? Sicher- in der Bibel. Oder auch in Gebetbüchern. Oder durch die Betrachtung der Schöpfung.
Aber es gibt auch andere Orte- zum Beispiel den Discounter.
Als ich kürzlich dort war, ergriff ich, da ich viele Waren hatte, eine Papiereinkaufstüte. Und als ich den Aufdruck las, war ich sehr erbaut und ergriffen. Denn auf ihr stand geschrieben:
Trage mich- Doch Einfach- mehrfach-mehrfach-mehrfach-mehrfach
Ich denke nicht, dass die Texter damit einen religiösen Text verfassen wollten. Eher wahrscheinlich ist es, dass sie den Kunden/die Kundin dazu aufrufen wollten, die Einkaufstüte mehrfach zu nützen.

Angedacht vom 10.07.2017

Lichthupe
Dieses Zeichen habe ich früher ausschließlich negativ erlebt. Zum Beispiel auf der Autobahn, wenn ein rasender Drängler gefährlich nahe auffährt und die Lichthupe einsetzt. Seitdem ich in Stuttgart lebe, habe ich eine weit freundlichere Bedeutung dieses Zeichens erlebt. Manche Straßen sind so zugeparkt und deshalb so eng, dass man gar nicht beide Fahrspuren gebrauchen kann. Um aneinander vorbei zu kommen, muss ein/e Fahrer/in zu einer Lücke ausweichen, wo gerade nicht geparkt wird. Und um dies – die freie Bahn- zu signalisieren, setzen er oder sie die Lichthupe ein. Das entgegenkommende Auto hat dann freie Bahn. Die Lichthupe ist dann eine sympathische Einladung.
Für den Königsberger Philosophen Immanuel Kant ist die Höflichkeit „die Verwirklichung der Idee des Schönen im zwischenmenschlichen Bereich“. Und für den Kirchenvater Augustinus ist die Schönheit „der Glanz des Wahren.“ Also eine Eigenschaft, die zum Wahren und damit zu Gott hinführt. Als „Animal Soziale“ als soziales Wesen, wie Aristoteles den Menschen beschreibt, ist ihm Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit zutiefst zugrunde gelegt. Und demnach ist das Ideal der Stoiker „Gemäß der Natur zu leben“ eine Einladung zur Freundlichkeit. Und gerade die Christen/innen sollen die Güte und die Menschenfreundlichkeit Gottes wiederspiegeln (Titus 3,4).

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