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Angedacht vom 18.09.2017

Fingerkreisel
Das ist es, was Kinder- manchmal auch Jugendliche neuerdings in der Hand haben- wenn sie nicht ein I-Phone in derselben halten. Auch heisst er eigentlich nicht Fingerkreisel, sondern, fidget – spinner. Das klingt wahrscheinlich verkaufswirksamer- obwohl dieses Wort eigentlich wörtlich übersetzt so etwas wie „Durchgedrehter Zappelphilipp“ heisst, was ich wiederum nicht so schön finde. Doch im Gegensatz zu dieser Bezeichnung soll er beruhigend, konzentrationsfördernd und feinmechanisch – fördernd wirken- so sagen es jedenfalls die Hersteller. Ob sie Recht haben, will ich nicht beantworten. Ich denke, dass dieses Spielzeug in aller Munde- oder in allen Kinderhänden sein wird, bevor ihn dasselbe Schicksal ereilt, wie den Zauberwürfel in den achtziger Jahren. Aber bevor es soweit ist – und das kann noch ein paar Monate dauern- lade ich Sie ein zu einer erbaulichen Betrachtung seiner Anatomie. Der ursprüngliche- „klassische“ fidget spinner besteht ja aus einer kreisrunden Mitte. Diese kann zwischen Daumen und Zeige- oder Mittelfinger gelegt und dann beschleunigt werden. Durch drei weitere Kreise, die rund um die Mitte angebracht sind, hat das Spielzeug, wenn es rotiert, seine Stabilität. Und geübte Spieler/innen können dann einige Kunststücke damit vorführen.

Angedacht vom 11.09.2017

 

Komfortzone

 

Was gibt es Schöneres, als beim wohlverdienten Feierabend auf dem Sofa zu sitzen, etwas Gutes zu knabbern, etwas Besseres zu trinken, gepflegte Musik zu hören und eine schöne Zeitschrift zu lesen? Doch kürzlich stieß mir das, was in der Zeitschrift stand, heftig auf. Denn darin stand geschrieben: „Sind Sie jenseits der Fünfzig? Dann verlassen Sie augenblicklich die Komfortzone- sonst setzt der Verfall noch viel früher ein!“ Und da ging mir auf: ich saß mittendrin- in der Komfortzone. Denn ich hätte mich- es war ein sonniger Abend- statt auf das Sofa aufs Fahrrad schwingen können. Und noch Schlimmer: Mein oberster Chef (also nur der auf Erden- Gott sei Dank), predigt seinen Bischöfen und Priestern ununterbrochen nichts anderes: „Verlasst die Komfortzonen“. Natürlich meinen der Papst und der Redakteur der Zeitung etwas anderes und die Begründung dafür ist eine andere, aber in der Richtung sind sie gleich.

Angedacht vom 04.09.2017

Lohn
Demnächst wird der neue Bundestag gewählt. Und die Fussballsaison hat bereits begonnen.
Mit der Wahl wird bestimmt, welche Partei/en gewinnen und welche davon den/die Kanzler/in und die Minister/innen stellen wird.
Mich hat dabei folgende Rechnung fasziniert: der/die künftige Kanzler/in verdient im Jahr etwa so viel, wie ungefähr einer der zehn bestbezahlten Fussballprofis an einem Tag. Mit anderen Worten: ein Kanzler/ eine Kanzlerin müsste 365 Jahre amtieren, um dasselbe zu verdienen wie einer der bestbezahlten Fussballprofis (Sie können dies ebenfalls einfach im Internet recherchieren- oder einfach mir glauben).
Damit Sie mich aber nicht falsch verstehen: ich will jetzt nicht darüber mokieren und das Ganze als ungerecht bezeichnen. Oder Neid schüren. Denn so mancher Sportler, der Multimillionär war, blieb weder reich noch glücklich….

Angedacht vom 28.08.2017

Socke

Meine Waschmaschine hat eine wunderliche Eigenschaft.
Wenn die Wäsche fertig ist und ich die Kleider heraus nehme, dann finden sich nicht die zueinander passenden Socken mehr. Da mir die Zeit und noch mehr die Geduld fehlen, um in die passende- Sockensuche zu intensivieren, nehme ich auch mal unterschiedliche Socken als Paar.
Das ist nicht weiter schlimm, denn ich trage immer lange Hosen und was drunter ist, geht keinen was an. Außerdem sind fast alle meine Socken schwarz (Priestersocken eben) und man muss schon genau hinsehen, um zu erkennen, wenn sie ein ungleiches Paar sind.
Jedoch war ich einmal auf einem Taufgespräch und die Strasse war nass, die Schuhe dreckig, die Wohnung der Gastgeber sauber. Und so zog ich die Schuhe aus. Und siehe da. Der Hausherrin fiel tatsächlich meine unorthodoxe Sockenkollektion auf. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist. Aber guten Frauenblicken entgeht nichts. Natürlich sagte die höfliche Frau nichts, aber ihr Blick hing länger und erstaunt an meinen Füssen.

Angedacht vom 24.07.2017

Verstrahlt
Obiges Wort ist in der Jugendsprache sehr bekannt. Es bedeutet, dass ein Mensch wirre Meinungen hat. Oder, dass er oder sie sehr planlos durchs Leben gehen. Daher ist es kein Kompliment, wenn dieses Wort Ihnen gegenüber gebraucht wird. Ja, man sollte sich dann ernsthaft fragen, ob man noch normal ist.
Verstrahlt werden ist ja bei radioaktiven Strahlen sehr gefährlich. Jedoch sind Strahlen für mich sonst etwas Positives. Ich mag es, wenn die Sonne mich anlacht. Und noch mehr, wenn das ein strahlendes Gesicht tut. Auch wenn ich mich in der Gnade Gottes weiß, dann ist SEIN Strahlen wohltuend.

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