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Angedacht vom 01.05.2017

ÜBER-Leben
Überleben bedeutet viel. Wenn man auf der Flucht ist. Oder in der Intensivstation eines Krankenhauses. Oder an unsicheren Orten, wo Mord und Totschlag herrschen.
Wir sind ja hier im freien Westen mit Sicherheit gesegnet. Die meisten oben genannten Szenarien treffen meistens nicht zu. Manchmal sind Menschen hier Überdrüssig. Gelangweilt. Oder frustriert. Das Leben läuft in den immer selben Bahnen ab. Was eigentlich nicht schlecht ist, wenn man es mit den Lebensbedingungen an anderen Orten dieser Welt vergleicht. Für einen richtig Hungernden ist ein Stück Brot schon der halbe Himmel. Für einen Satten ist es nicht einmal ein Rostbraten mit einem guten Rotwein.
Vielerorts forschen jetzt Wissenschaftler, wie sie das Leben verlängern können. Mit herkömmlichen Mitteln, wie man zum Beispiel gesund lebt. Und auch mit besonderen Methoden, wie man den Zellen das Altern abgewöhnt- und/oder ihnen die Möglichkeit gibt, sich zu regenerieren.

Angedacht vom 17.04.2017

Über- Welt- igen
Wir werden bisweilen überwältigt. Von guten oder leidvollen Eindrücken. Von Freud und Leid. Überwältigt von dem, was unsere Vorstellungen oder unsere Kräfte übersteigen. Manchmal lassen wir unseren Tränen freien Lauf. Den Freuden- oder den Trauertränen. Überwältigen- das steckt schon im Begriff drin- hat etwas mit Gewalt zu tun. Es gibt etwas, das stärker ist als wir selbst. Überwältigen vom Schönen, Wahren und Guten lassen wir uns gerne. Von der Herrlichkeit der Natur, ihrer Gewalt. Von der Freude über die Hilfe unserer Freunde. Denn da ahnen wir etwas von dem, das größer ist als alles sonst Bekannte und Erlebte.

Angedacht vom 10.04.2017

Nur Geduld
Es ist sicher, dass es die Türkei in zehn Jahren nicht mehr geben wird. Es ist sicher, dass Großbritannien verarmen wird. Es ist klar, dass die USA schwächer werden wird. Ungeduld ist die Ursache.
Politische Prognosen gehören eigentlich nicht zu einer Seite, die christliche Verkündigung zum Gegenstand und Ziel haben.
Dennoch habe ich mit diesen Zeilen begonnen, weil sie geradezu eine Steilvorlage sind, um die Wichtigkeit einer Tugend zu demonstrieren, um die es mir heute geht: die Geduld. Oder wie ein chinesisches Sprichwort sagt: „Im Zorn zerstörst Du Dinge in fünf Minuten, die Du in fünf Jahren mühsam wieder aufbauen musst“. Die Geduld ist eine Tugend, über die ich gut predigen kann. In der Praxis ist sie für mich schwer.

Angedacht vom 03.04.2017

Be- Geistert- dienen
In der vergangenen Woche traf ich einen jungen Mann, den ich vor vielen Jahren in der Realschule unterrichten durfte. Ich konnte mich deshalb noch so gut an ihn erinnern, weil er das hatte, was man „soziale Kompetenz“ nennt. Er war ein Schüler, der rücksichtsvoll war und sich für die Mitschüler eingesetzt hatte. So fragte ich ihn, was er denn jetzt beruflich macht und wie es ihm gehe. Da erfuhr ich, dass er recht glücklich ist und zufrieden als Altenpfleger arbeiten würde. Und ich wünschte ihm weiterhin Gottes Segen und mir insgeheim, dass ich einmal als alter Mensch – falls es nötig sein wird- ebenso einen freundlichen Pfleger oder eine Pflegerin bekomme. Nachmittags hielt ich einen Gottesdienst in einem der Pflegeheime meiner Pfarreien und war wieder begeistert. Dieses Mal von indischen Ordensschwestern, die sich liebevoll und kompetent um die Menschen dort kümmerten. Sie taten das, weil sie in den Alten Christus erkennen und ihm dienen.

Angedacht vom 27.03.2017

D Natur braucht‘s
Wenn eine/r ein harmloses Gesprächsthema anschlagen will, dann beginnt er/sie am besten mit dem Wetter. Das eignet sich besonders, wenn das Wetter sich ändert. Nach langer Zeit hat es wieder ausgiebig geregnet. Und so hörte ich – als ich die Gespräche meiner Mitmenschen angehört hatte- sehr oft dieses Wort „D‘ Natur braucht‘s“. Und bemerkenswert war dabei, dass sich deshalb niemand über das nasskalte Wetter beschwert hat. Dass die Natur den Regen dringend gebraucht hatte, sah man an den staubigen Böden, dem niedrigen Wasserpegel des Neckars und nicht zuletzt auch an dem andauernden Feinstaubalarm. Es war ja schon die Sorge da, dass wir – aufgrund des Klimawandels- eine wüstenähnliche Niederschlagsmenge bekommen würden. Und auch ich- der ich nicht unbedingt Freude daran habe bei Regen unterwegs zu sein, meckerte nicht. Vielmehr freute ich mich für die Natur. Und so betete ich mit einem Gebet unserer jüdischen Geschwister- mitten im Regen: „Gepriesen bist Du Herr unser Gott tausendmal für jeden einzelnen Wassertropfen in Ewigkeit Amen.“

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