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Angedacht vom 06.03.2017

Mutti oder Vati?
Die Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten und noch mehr die Begeisterung, die ihm entgegen schlägt, faszinieren mich. Denn er bzw. seine Botschaft scheinen den Nerv des Volkes getroffen zu haben. Da ist einer, der sich als Anwalt des kleinen Mannes (und der kleinen Frau) versteht. Einer der Herz hat für den, der „hart schuftet“ und einen fairen Lohn für dessen Mühen fordert. Einer, der neben dem Feuerwehrmann wohnt und dem auch die Belastung der allein erziehenden Mutter nicht fremd ist, sondern wohlbekannt. Einer, der freimütig die Irrungen und Wirrungen seiner Jugend beichtet. Und deshalb auch Verständnis hat für Brüche in der Biografie seiner Landsleute. Einer, der Deutschlands Interessen mit denen einer möglichst starken EU problemlos harmonisiert. Auch wenn das jetzt ironisch klingen sollte, so meine ich das nicht so. Denn dieser gute Wille ist aller Ehre wert. Und auch, dass da einer von „oben“ die Nöte derer von „unten“ gut verstanden hat.

Angedacht vom 27.02.2017

Fein! – Staub !!
Seit ich in Stuttgart wohne, fahre ich öfters mit der S- und der Straßenbahn. Natürlich bin ich nicht so routiniert in diesen Dingen wie die schon länger hier wohnende Bevölkerung. Und so kam mir kürzlich auf dem Hauptbahnhof ein freundlicher Mann zu Hilfe. Er schaute mir bei dem Lösen einer Viererkarte über die Schulter. Aber just in dem Moment, wo ich sie bezahlen und ausdrucken lassen wollte, ermahnte er mich: „Vergessen Sie nicht auf den Kinderknopf zu drücken.“ Auf meinen Einwand, dass ich die Karte für mich bräuchte und nicht für Kinder, antwortete er. „Macht nichts, bei Feinstaubalarm dürfen Sie mit der Kinderkarte fahren.“ Ich tat- nachdem ich mich bedankt hatte- wie mir geheißen. Und siehe da. Der Preis für das Ticket verringerte sich um mehr als die Hälfte- so dass nun praktisch zwei Fahrten frei waren. Dieses Verhalten der Stadt Stuttgart und der VVS beschäftigte mich nun. Denn sie verhielten sich- einfach göttlich.

Angedacht vom 20.02.2017

Evangelium
Für uns scheint heute dieser Begriff eindeutig zu sein: das Evangelium ist der Bericht über das Leben Jesu. So gibt es vier kanonische, das heißt von der frühen Kirche als für alle Christen verbindliche Zeugnisse vom Leben Jesu. So kennen und nennen wir die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes als die vier Verfasser der Evangelien. In der Antike war der Begriff „Evangelium“ noch gar nicht christlich geprägt. Er wurde für militärische Siege der Könige verwendet, später als aktuelle Nachrichten aus dem Kaiserhaus Roms. Die älteste bis heute erhaltene Stelle, wo der Begriff „Evangelium“ verwendet wurde, findet sich auf der in Stein gemeißelten Kalenderinschrift von Priene. Sie wurde 9 vor Christus beschrieben und pries den Geburtstag des Kaisers Augustus, der als Gott verehrt wurde. Das waren also die ersten „Evangelien“. Die Berichte von den Mächtigen und Prächtigen. Sie wurden von der Staatspropaganda als „Gute Nachrichten“ verkauft. Zweifellos waren es gute Nachrichten: eben für die Mächtigen und Prächtigen. Markus, der Verfasser des gleichnamigen Evangeliums verwandte als erster diesen Begriff. Und zwar als Kontrast zu der Mainstream-Meinung.

Angedacht vom 13.02.2017

Chrisis
Von Nafris war ja in der letzten Zeit viel die Rede. Und ob man überhaupt diesen Begriff – politisch korrekt- verwenden dürfe.
Von Chrisis will ich heute reden. Denn das ist das erfreuliche Phänomen, das mir dieser Tage auf Schritt und Tritt begegnet. Chrisis ist die Abkürzung von Christlichen- Intensiv- Tätern und Täterinnen. Diese begegnen mir auf Sitzungen der KGRs, bei Gruppen und Kreisen und vor allem im Gottesdienst. Mitunter fühlen sich diese Chrisis als letzte ihrer Art. Sie berichten mitunter davon wie viele sie früher gewesen sind. Früher aber war ich nicht da. Und so habe ich keine nostalgischen Vergleichspunkte. Und ich teile überhaupt nicht die Meinung, dass diese Chrisis die letzten ihrer Art seien. Denn wenn heute überhaupt noch etwas Menschen beeindruckt, dann sind es Menschen, die mit ganzem Herzen für etwas stehen. Und wenn diese Sache auch noch etwas Gutes ist, dann umso besser. Ich bin davon überzeugt:

Angedacht vom 06.02.2017

Twitter
140 Zeichen verändern die Welt. Nicht erst seit der mächtigste Mann der Welt dieses Medium für sich nutzt. Da gibt es natürlich Einiges zu fragen. Kann man sich in derart kurzer Form sachgerecht und präzise zu allem Möglichen äußern? Und: wird eine Nachricht nicht entwertet, wenn sie so kurz daher kommt- und so inflationär gebraucht wird, dass nicht nur die Mächtigen- unsere Kanzlerin eingeschlossen- sondern praktisch jede/r sich so äußern kann? Bei den Ägyptern waren es weise Priester, die die Schriftzeichen beherrschten- genauso bei den Chinesen. Die Sumerer benötigten bei ihrer Keilschrift starke Männer, um die Botschaft der Könige in Stein zu meißeln. Die Römer benutzten immerhin Papyri. Die Mönche liebten es, auf Kuhhaut zu schreiben, was zu unserem Sprichwort passt: „Das passt auf keine Kuhhaut“ (Obwohl es immer mehr als nur 140 Zeichen waren). Im Laufe der Jahrhunderte verbilligte sich das Papier und mit Guttenberg begann der Siegeszug der billigen Druckerzeugnisse. Und so kam das Wort Gottes in der Bibel in jeden Haushalt und wird –hoffentlich- eifrig gelesen.

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