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Angedacht vom 09.01.2017

A T E
Es ist viel von Terror die Rede. In diesen unruhigen Zeiten. Doch eigentlich waren sie schon immer so. Daher sollten wir- anstatt uns über die Zeiten zu wundern - ein Wunder des Vertrauens werden. Eine Terrorzeit par excellence war die Zeit, in welcher unser Herr geboren wurde. Herodes- der Herrscher über Israel- wurde in seinen späten Jahren endgültig zum psychopatischen Despoten, der das Ende seines Lebens als Blut- und Schreckensorgie feierte. Doch wo die Gefahr ist, wächst das Rettende auch- so sagt es der Dichter Hölderlin. Die Hirten auf dem Feld waren sehr erschrocken, als ihnen die Engel erschienen. Denn Sorgen und Ängste hatten sie in dieser unruhigen Terrorzeit mehr als genug. So dachten sie wohl: was wird das wohl wieder werden? Doch weit gefehlt- das genaue Gegenteil von Terror trat ein. Es waren Engel, die ihnen erschienen. Und die exakte Gegenrede zu Angst und Schrecken verbreiteten: „Fürchtet Euch nicht.“ So sagten sie, oder so sangen sie es.

Angedacht vom 26.12.2016

Fa(ith)- Book – (Gra)ce – Book = Face- Book
Eine kleine Änderung mit großer Wirkung- das Face- Book wurde durch die Änderung zweier kleiner Buchstaben zum Fake-Book. Zu einer Quelle der Lügen und der Desinformation. Aber es geht auch besser. Durch die Änderung des hinteren bzw. vorderen Teiles wird aus dem Face- Book das Faith, bzw. Grace-Book. Und das Beste daran ist: dieses Buch gibt es schon seit 2000 Jahren. Man braucht keine elektronischen Geräte, um es zu lesen. Zum Glück- Johann Guttenberg sei Dank- auch kein großes Vermögen mehr, um es zu erwerben. Geschrieben haben es die Landsleute von Zuckerberg schon vor vielen Generationen. Sie haben genau hingehört- und getreu niedergeschrieben. Das Glaubens- (Faith) und das Gnadenbuch (Grace), von dem ich rede, ist Ihnen allen geläufig. Und in fast jedem Bücherschrank zu finden. Es ist die Heilige Schrift- die Bibel- Gottes Wort im O-Ton. Der Zugang ist also höchst einfach.

Angedacht vom 19.12.2016

Holz
Ich und mein Holz-HDGDL (hab/Dich/ganz/Doll /lieb) das Weihnachtslied der 257 brachte mich zum Erstaunen. Wieso hat einer Holz so lieb? Und was hat das überhaupt mit Weihnachten zu tun? So tat ich das Lied als völlig sinnlos ab…bis ich in diese Strophe hörte:
Mich heiligt dieses Holz -Für Euch Jesus dran gehängt
Doch er war Zimmermann der Gute -Also not the worst day
Jesus auf Dich Brudi – Happy birthday…mein Gott

Angedacht vom 12.12.2016

Augen- Blick- Lich(t)
In der dunklen Jahreszeit geht uns ein Licht auf. Viele Häuser sind adventlich beleuchtet. Es ist für mich ein Lichtblick. Denn die phantasievollen Deckorationen tauchen die Stadt in ein anderes Licht. Ich frage mich oft, wie denn das wäre, würde dem Dunkel dieser Jahreszeit nicht adventlich entgegen geleuchtet werden. Trotz der wachsenden Säkularisierung weichen die Lichter nicht. Man könnte sagen: Kein Wunder, denn die Lichter sind ja einfach schön und an und für sich ja noch kein christliches Glaubensbekenntnis. Aber der gute alte Kirchenvater Ambrosius (der den bekannten Protestsong des „Te Deum“ verfasste), formulierte einst: „Anima naturaliter christiana est“ das heißt übersetzt: Eigentlich ist die Seele Christusförmig- ob sie es bewusst weiß oder nicht. Und sein Meisterschüler, der heilige Augustinus ergänzt: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir- denn auf Dich hin hast Du uns geschaffen o Herr.“ Natürlich ist es schön, wenn diese Lichter nicht nur in einem unbewussten Glauben entzündet werden.

Angedacht vom 05.12.2016

NICO !!!
Es war ein Triumpf. Ein deutscher Doppelsieg. Für den Sportler und für die Marke, die er fuhr. Stolz sahen wir den Sieger auf dem Treppchen. Ein Strahlen über seinem Gesicht. Und Recht hat er. Und hart erarbeitet, ja erkämpft. So genießt er den Lohn seiner Arbeit. Was mich freut ist, dass er den Sieg schon in seinem Namen trägt. Nico kommt vom Griechischen „NIKÄ“, was Sieg bedeutet. Und weil wir ja als seine Landsleute auch davon betroffen sind, ist es der „Sieg des Volkes“- das heißt im Griechischen wieder NIKO-LAOS. Bei uns hat sich dieses Wort als Vornamen eingebürgert- Nikolaus. Und Letzteren feiert die Kirche am 6. Dezember. Nikolaus von Myra war ein Bischof des vierten Jahrhunderts. Im Gegensatz zu seinen damaligen Bischofskollegen war er weder Märtyrer, Theologe noch Bekenner. Sondern eher ein Praktiker.

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