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Angedacht vom 09.04.2018

Ich, ich, ich
An sich selber zu denken gehört zu einer wichtigen Aufgabe, die man gegenüber sich selbst hat.
Zu schauen, was brauche ich gerade? Was wächst mir über den Kopf? Wo kann ich meinen eigenen Akku aufladen?
Auch wenn es uns schwer fällt, können, dürfen und müssen wir hin und wieder auch einmal „Nein“ sagen, auch wenn wir dann ein schlechtes Gewissen haben, weil wir andere im Stich lassen. Aber manchmal muss es sein, damit die eigene Familie nicht vernachlässigt wird und damit ich selber nicht unter die Räder komme.
Andererseits habe ich gerade den Eindruck, dass von immer mehr Menschen das ICH zu groß geschrieben wird.
Wenn Krankenhäuser Sicherheitspersonal brauchen und täglich die Polizei kommen muss, weil Patienten vehement und energisch auf IHR recht zur Behandlung pochen und dies schnell auch zu seelischer und körperlicher Gewalt an anderen führen kann, dann frage ich mich, wie das weitergehen soll.
„Ich“ bin wichtig, aber ein zu wichtig genommenes „ICH“ fehl am Platz.
Auch im Straßenverkehr kommt es mir vor, dass immer rücksichtsloser gefahren wird. Hauptsache ICH komme schnell ans Ziel, wenn dabei gefährliche Situationen für andere entstehen – egal! Sicherlich fallen Ihnen noch weitere Beispiele ein.

Angedacht vom 26.03.2018

(Ohn)mächtig
Jeder Tag bringt mich an den Rand der Ohnmacht und zum Teil darüber hinaus.
Jeder Tag bringt immer neue Schreckensnachrichten. Seien es die Kriege, der Terror, die Hunger- und Naturkatastrophen, …
Jeder Tag bringt neue erschütternde Ereignisse. Ereignisse, die den Ruf nach GOTT und dem WARUM wecken.
Wie kann Gott all das zulassen? Warum greift er nicht ein? Kann es überhaupt einen Gott geben? Fragen, die in diesen Tagen häufig gestellt werden. Genauso häufig suchen die Menschen auch in den Kirchen nach Antworten, nach Hoffnung und nach Trost. Viele entdecken das Gebet wieder neu, viele zünden eine Kerze an.
Der Karfreitag ist der Tag der Trauer, der Tränen und der Klagelieder in unseren christlichen Kirchen. Die Glocken verstummen, die Orgel bleibt stumm. Der Gottesdienst ist so schlicht wie an keinem Tag sonst im Jahr, zumindest von katholischer Seite her.
Am liebsten würden wir solche Trauertage abschaffen, denn wer hat die guten, heiteren und unbeschwerten Tage nicht lieber?
An Karfreitag erinnern wir uns aber an den Tod Jesu am Kreuz. Und genauso können wir an diesem Tag die Erinnerung an die vielen Toten der Welt hineinnehmen.
Wir können und dürfen die Toten von Krieg, Terror, Gewalt, Unfällen und Naturkatastrophen in unsere Klagelieder hineinnehmen und fragen: WARUM?
Aus unserem Glauben heraus wissen wir, dass Jesus von den Toten aufersteht, weshalb dann den Karfreitag bewusst feiern? Weshalb die Trauer und die Stille aushalten? Es wird doch alles gut!
Das stimmt! Es wird alles gut! Bei Jesus wissen wir es. Genauso bei uns, dennoch begleitet uns viel Trauer und Schmerz in unserem Leben. Sei es der Tod eines Menschen, eine Krankheit, die uns selbst oder andere Menschen belastet und quält.

Angedacht vom 12.03.2018

Stimmig
Wer die letzte Zeit mit mir geredet oder mit mir zu tun hatte, der hat sehr schnell bemerkt, dass ich zurzeit etwas stimmlos bin. Meine Stimme lässt mich die letzten Wochen regelmäßig im Stich. Kein Zustand, an den ich mich gewöhnen möchte.
Und dennoch ist es möglich, uns in anderen Formen auszudrücken. Auch wenn meine Stimme total versagt, kann ich meinem Gegenüber deutlich machen, was ich gerne hätte.
Mit unserem Glauben ist es gleich. Es ist wichtig, über seinen Glauben zu reden, anderen davon zu erzählen, andere mit seinem Glaubenszeugnis anzustecken (im positiven Sinn, nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt oder etwas Schlimmerem). Über den Glauben zu reden, fällt nicht jedem von uns leicht, aber es gibt viele andere Möglichkeiten seinen Glauben zu zeigen. In dem man ihn vorlebt, mit guten Beispiel vorangeht, andere wertschätzt, Fremden mit Achtung begegnet, u.v.m.

Angedacht vom 01.01.2018

Freiheit
Die letzten Tage und Wochen ist das Wort „Freiheit“ überall präsent! Für die Freiheit, für unsere Freiheit wird demonstriert. Die Pressefreiheit wird bestärkt, ebenso die Meinungsfreiheit.
Die Freiheit, die sich Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten bei uns erhoffen und sich für ihr Land wünschen, wird zum einen vorbildlich mitgetragen und unterstützt, zum anderen wird aber auch dagegen angegangen, demonstriert und protestiert.
„Freiheit“ – ein Wort, das nicht so leicht zu definieren ist. Ein Wort, das viele unterschiedliche Assoziationen in den Menschen hervorruft. Jeder verbindet andere Gedanken und Träume damit.
Was fällt Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, spontan zu dem Begriff „Freiheit“ ein?
Lassen Sie sich ruhig etwas Zeit und machen Sie sich gegebenenfalls Notizen.
Manchem von Ihnen kommt vielleicht das Bild eines Berggipfels, der weite Blick in die Ferne vor Augen. Kein Hindernis ist im Weg. Der Blick ist unbegrenzt!
Oder Sie fliegen gerade durch die Luft, nichts hindert Sie daran.
„Freiheit“ wird oft mit „Grenzenlosigkeit“ gleichgesetzt. Alles ist möglich, es gibt keine Verbote, keine Regeln, jeder kann und darf das machen was er will!
Als Eltern schrillen bei Ihnen sicherlich gleich die Alarmglocken! Kinder und Jugendliche brauchen ihre Grenzen, sie brauchen Regeln, um sich entwickeln zu können. Ganz ohne geht es nicht. Das merke ich immer wieder im Religionsunterricht. In der Schule und auch zu Hause wird aber auch deutlich, dass die Kinder und Jugendlichen diese Grenzen suchen und auch wollen.

Angedacht vom 18.12.2017

Geschenk(t)
Haben Sie schon alle Geschenke? Waren Sie schon auf dem Weihnachtsmarkt? Haben Sie das Gefühl der Weihnacht schon erfahren?
Vermutlich schon! Zumindest die meisten Geschenke sind eingekauft, der Punsch oder der Glühwein haben geschmeckt, überall erklingt weihnachtliche Musik, da muss man doch in Weihnachtsstimmung sein.
Aber: Haben Sie die letzten Wochen auch Ihren Glauben beleuchtet?
Haben Sie sich in der Adventszeit auf Weihnachten vorbereitet?
Sind Sie bereit für die Ankunft des Herrn? Für Jesus Christus?

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