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Jahresrückblick 2017

                                                                                                                      Remshalden, 31.12.2017

Liebe Gemeinde,

das letzte Jahr stand ganz im Zeichen des Wechsels von Pfarrer Mattes und der darauf folgenden Vakanz. Ich denke aber, dass wir die Aufgaben gut gemeistert und als Gemeinde gut zusammengehalten haben.


Der Anfang des Jahres begann wie immer mit der Sternsingeraktion, bei der über 100 Kinder mit ihren Begleitern in ganz Remshalden unterwegs waren. Vor allem die erfreuten Gesichter der Besuchten und die kleinen Anekdoten bleiben neben der Rekordsumme von über 20.000€ allen Beteiligten in Erinnerung. So wurden wir z. B. von einem Mann auf der Straße angehalten, der unbedingt wollte, dass wir für seine Familie auf dem Bahnhof singen. Dabei haben wir dann nicht nur dieser eine Freude gemacht sondern auch einigen anderen Fahrgästen, die spontan stehen geblieben waren.

Im weiteren Jahresverlauf möchte ich an die vielen Aktionen in der Kirchengemeinde erinnern, wie zum Beispiel die vielen Feste, den Gemeindefasching des Kirchenchors, die Treffen des St. Elisabeth/St. Michaelstreffs, das Solidaritäts- und Spaghettiessen, sowie die Vorträge und Nachmittage, die die KAB organisiert. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte wird auffällig, wie stark sich unser Kirchenchor immerhin schon 70 Jahre alt trotz kleiner Besetzung in das Gemeindeleben einbringt. In diesem Zusammenhang eine herzliche Einladung für alle begeisterten Sänger: Dienstags um 20:00 Uhr im Gemeindesaal Grunbach!

Dies alles bereichert unsere Gemeinde und lässt uns auch nach außen als sehr aktiv und einladend wirken. So hat Pater Ekka nach dem Fronleichnamsfest unsere lebendige Gemeinde sehr bewundert.

Im Bereich der Familien- und Jugendseelsorge in unserer Gemeinde kann ich ebenfalls gar nicht alles aufzählen. Daher möchte ich hier neben dem extrem gut besuchten Kinderkreuzweg und dem zweiwöchentlichen Kindergottesdienst besonders auf den Emmausgang hinweisen, der von zwei Jugendlichen vorbereitet wurde und von vielen Familien gerne als Ostererlebnis angenommen wird.

Letztes Jahr waren mit 29 Jugendlichen so wenig wie noch nie bei einer Firmung in unsere Gemeinde. Dafür hatten wir eine Rekordzahl an Erstkommunionkindern zu verzeichnen. Umso bedauerlicher ist es da, dass nur zwei den Weg zu den Ministranten gefunden haben, denn meiner Meinung nach ist der Ministrantendienst für Kinder und Jugendliche nicht nur eine gute Möglichkeit ihren Weg zu Gott und dem Glauben zu finden, sondern auch um als Persönlichkeit zu reifen.

Letztes Jahr stand auch ganz im Zeichen unserer Dachrenovierung der Kirche St. Michael. Ich weiß nicht, wer sich noch an den Palmsonntagsgottesdienst erinnern kann, an dem ich den Start der Renovierungsarbeiten verkündet habe. Damals standen die Zeichen noch gut, bis zum Patrozinium fertig zu werden. Leider hat sich so ziemlich alles gegen uns verschworen. Zuerst war es zu heiß, um mit voller Kraft auf dem Dach zu arbeiten und dann kam es zu einem erstaunlich nassen Juli. Dabei trat dann Wasser in die Kirche ein, was irgendwie schon eine Ironie des Schicksals darstellt, mussten wir doch laut Gutachter das Dach renovieren, damit es nicht zum Wassereintritt kommen kann. Zum guten Glück wurden durch das Wasser keine tragenden Balken in Mitleidenschaft gezogen, auch wenn der Schaden im Inneren beträchtlich geworden ist. Im August mussten wir dann einen Baustopp aussprechen, um die Ursache für den Wassereintritt zu klären. Hier möchte ich die Gelegenheit nutzen, um unserem Architekten Herrn Dobelmann zu danken, der sich unermüdlich für das Projekt eingesetzt hat. Mittlerweile musste der Dachdecker vorläufig Insolvenz anmelden und wir mussten einen neuen Dachdecker beauftragen, der wetterabhängig nächstes Jahr die Arbeiten fortführen soll. Diese Dachrenovierung ist sicher eine große Herausforderung für die Gemeinde, zeigt aber auch, wie wir bei diesen Herausforderungen zusammenstehen. Dafür steht die bis her erreichte herausragende Spendensumme von über 18 000€. Diese konnte nur erreicht werden, durch die vielen Aktionen, die wir durchgeführt haben. Sei es durch unser Kirchenkino in Geradstetten oder die Beteiligungen an den Märkten der Gemeinde Remshalden. Hervorheben möchte ich, dass trotz der Probleme alle Veranstaltungen in der Kirche stattfinden konnten. Angefangen von Wort und Klang bis zu den Konzerten des Remstalgymnaysiums Weinstadt.

Liebe Gemeinde, das Projekt Dachrenovierung hätte fast die wichtigste Nachricht dieses Jahres überschattet: das Ende der Vakanz! Mit Pfarrer Lukaschek wurde am 50jährigen Kindergartenjubiläum St. Elisabeth unser neuer leitender Pfarrer für die Seelsorgeeinheit in Remshalden vorgestellt. Und kaum hier angekommen, hat er sich gleich bei allen Anlässen so eingeführt, als wäre er schon immer hier gewesen. Chapeau! Doch die anstehenden Aufgaben sind sicher nicht immer ganz leicht. Von daher wünschen wir ihm immer Gottes Kraft und Segen an seiner Seite.

Und nun noch etwas Statistik aus der Gemeinde: wir hatten letztes Jahr mit 22 Taufen 5 weniger als 2016, bei lediglich 4 Eheschließungen. Die Anzahl der Gemeindemitglieder ist nach 2016 noch einmal leicht gestiegen, so dass wir die höchste Anzahl an Mitgliedern seit 2010 haben. Dies zeigt sich auch am Rückgang der Kirchenaustritte, die mit 15 auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren stehen. Ebenso sind die Beerdigungen auf 30 zurückgegangen.

Verbunden mit einem großen Dank möchte ich auf Spenden eingehen. Trotz der zusätzlichen Belastung durch die Fundraisingaktion für unser Kirchendach, ist die Spendensumme ohne dieses Projekt höher als letztes Jahr. Ein herzliches Vergelts Gott Ihnen allen.

Als letzte statistische Größe möchte ich noch den Gottesdienstbesuch erwähnen. Am zweiten Zählsonntag waren gerade mal 88 Gläubige zu finden. Verglichen mit sonst über 200 oder wie Ende der 90er Jahren mit um die 300 Gottesdienstbesuchern, ist dies sehr ernüchternd. Wenn man dann noch den Besuch der Wortgottesfeiern ansieht, bei denen sich die Anzahl der Besucher nahezu verdoppelt, sobald die Teilnehmer des Kindergottesdienstes dazukommen, finde ich das etwas erschreckend. So betrachte ich es als unsere große gemeinsame Aufgabe in den nächsten Jahren weiterhin eine einladende und lebendige Gemeinde zu sein, gerade in Zeiten von Priestermangel und Inhaltsleere der Gesellschaft.

Liebe Gemeinde zum Abschluss meiner Rede bleibt mir nur noch Danke zu sagen. In Zeiten der Vakanz und mit einem großen Bauprojekt bleiben viele zusätzliche Aufgaben an den Gemeindemitgliedern hängen. Stellvertretend für die vielen Ehren- und Hauptamtlichen möchte ich daher zwei Personen Danke sagen.

Zum einen Ihnen Pfarrer Ukwandu. Sie sind in unsere Gemeinde gekommen und haben, was alles andere als selbstverständlich ist, alles mitgetragen, was an Vorstellungen in der Gemeinde an Sie herangetragen wurde. Als Beispiel möchte ich hier die Rorate in der Fastenzeit erwähnen, die sie weitergeführt haben. Zusätzlich haben Sie eigene Elemente, auch aus Ihrer Heimat mitgebracht. Für mich bleibt da z.B. der Chor der Minis an Weihnachten unvergesslich. –Vielen Dank-

Zum Zweiten möchte ich unserem zurückgetretenen 2. Vorsitzenden Manfred Buchhöcker danken. Die Aufgaben und die Verantwortung die auf diesem Amt in Zeiten einer Vakanz lasten, sind extrem umfangreich und mit einem Administrator, der in Fellbach quasi nicht greifbar ist, eigentlich nicht zu meistern. Lieber Manfred, ich bedauere Deinen Rücktritt sehr und bedanke mich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit im KGR und als Führungsduo und hoffe, dass Du uns weiterhin mit Deinen Ideen und Deinem Engagement erhalten bleibst.

Ihnen Allen wünsche ich im Namen des Kirchengemeinderats St. Michael Remshalden alles Gute für das Jahr 2018 und Gottes Segen auf allen Ihren Wegen.

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