Hauffweg 7
73630 Remshalden-Grunbach 
 
Telefon: 07151/72514
Fax: 07151/71535
 eMail: StMichael.Remshalden@drs.de

KAB - Katholische Arbeitnehmerbewegung

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Die KAB ist eine Bewegung, die Religion und Wirtschaft miteinander positiv, kreativ und produktiv verbindet. Sie tritt ein für Reformen, die den tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen gerecht werden. Es geht ihr um den Ausbau der Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte. Ein weiterer Schwerpunkt ist eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Schließlich strebt sie eine Neugewichtung des
Verhältnisses von Arbeit und Leben an.

Wir haben viel zu sagen:
  • den religiösen Eiferern mit der reichen Erfahrung unseres Glauben
  • den Aktienfreaks, Wirtschaftslenkern und Globalisierungsanbetern mit der Kompetenz der Erfahrung der katholischen Soziallehre.

Der  Ortsverband wurde 1954 gegründet.
Mitgliederstand am  01.01.2015: 113

Präses:                       
Leitender Pfarrer Robert Lukaschek
Buhlstr. 83
71384 Weinstadt-Beutelsbach
Telefon: 07151/2058981

Mail: rluka@t-online.de

1. Vorsitzender:          
Norbert F. Wenzel             
Stuttgarter Str. 71  
73630 Remshalden              
Telefon: 07151/73204

Samstag, 27.01.,        
 Hauptversammlung    
 Gemeindesaal St. Michael

Mittwoch, 07.02., 16.00-18.30    
Rat und Hilfe  
Franziskusraum St. Michael    

Samstag, 24.02., Sonntag 25.02.

Altkleidersammlung "Aktion Hoffnung"

Vorbereitung Solidaritätssonntag ab 12 Uhr

Sonntag, 25.02., ab 12 Uhr      
Vorbereitung Silidaritätssonntag

Samstag, 10.03., 
Frauennachmittag        
Gemeindesaal St. Michael

Samstag, 24.03., ab 13 Uhr   
Vorbereitung Spaghetti-Essen

Sonntag, 25.03., 10.45        
Spaghetti-Essen und Spiele-Nachmittag

Mittwoch, 04.04., 16.00-18.30    
Rat und Hilfe   
Gemeindesaal St. Michael

Mittwoch, 11.04.,         
Seniorentag "Nord"

Sonntag, 06.05., 09.30        
KAB-Gottesdienst mit anschl. Frühschoppengespräch

Mittwoch, 06.06., 16.00-18.30    
Rat und Hilfe   
Gemeindesaal St. Michael

Sonntag, 17.06.,      
KAB Gartenfest in St. Elisabeth

Samstag, 25.08., 16.30        
Sommerfest    
bei der Kirche St. Michael

Mittwoch, 05.09., 16.00-18.30    
Rat und Hilfe   
Gemeindesaal St. Michael

Mittwoch, 07.11., 16.00-18.30    
Rat und Hilfe   
Franziskusraum

Montag, 12.11., ab 16.00    
St. Martinsfeier mit anschl. Laternenumzug,
St. Michael

Freitag, 07.12., ab 15.00        
Rorategottesdienst, anschl. Adventsfeier im Gemeindesaal
St. Michael

Ausblick 2019

Samstag, 26.01., 

Mitgliederversammlung


Die KAB Remshalden bietet unter Rat und Hilfe folgende Gesprächstermine im Gemeindesaal St. Michael Grunbach, Goethestr. 1, an:

jeweils Mittwochs am:
03. Februar, 06. April, 01. Juni, 07. September, 02. November
von 16.00 bis 18.30 Uhr.

S-Bahn:
S2, Haltestelle Grunbach, Ausgang Bahnunterführung, links in die Bühlstraße, führt direkt zu St. Michael.

Rat und Hilfe ist eine Initiative von Frauen und Männern, die sich in den sozialen Fragen des Lebens auskennen. Wir fühlen uns im Besonderen den Aussagen der katholischen Soziallehre verpflichtet. Wir unterstützen Sie beim Ausfüllen von Anträgen und informieren Sie ausführlich für / bei

      - Rente, Rentenwiderspruch
      - Rehabilitationsmaßnahmen
      - Krankheit und Pflege
      - Arbeitslosigkeit
      - Jugendhilfe.

Wir bieten Ihnen eine angenehme Umgebung, Vertraulichkeit und immer einen Ansprechpartner. Unsere Informationen sind kostenlos und ohne weitere Verpflichtung.

„Arbeit. Macht. Sinn. “

Für dich – für mich – für alle

 

Vor 50 Jahren veröffentlichte Papst Paul VI. die Enzyklika „Populorum Progressio“, Fortschritt der Völker. Darin heißt es: „Die gegenwärtige Situation der Welt verlangt ein gemeinsames Handeln, beginnend bereits mit der klaren Konzeption auf wirtschaftlichen, sozialem, kulturellem und geistigen Gebiet“.

Wenn heute Papst Franziskus in seinem Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ von einer „Wirtschaft, die tötet“ spricht, meint er die Struktur des Kapitalismus, der keine gesunde Sättigungsgrenze kennt und dessen Gewinnmaximierung aufgrund seiner antisozialen Haltung ins Unendliche geht.

Beispiele sind: Produktionsauslagerungen in Länder ohne Sozial- und Umweltgesetze, Agrarsubventionen und Raub von Land, welches den Armen gehört, eine Handelspolitik, die die Arbeitskräfte ausbeutet und Arbeitsplätze vernichtet, eine Industrie, die die Löhne immer weiter zu drücken versteht, eine Übernutzung der Ressourcen und Vernichtung von Lebensgrundlagen, gerade in den armen Ländern.

Der 16. Bundesverbandstag der KAB, das höchste politische Gremium der KAB Deutschland, verabschiedete den Leitantrag: „Arbeit. Macht. Sinn.“.

Mit diesem Antrag setzt sich die KAB für eine „Ökonomie der Gerechtigkeit“, „für umfassende Verteilungsgerechtigkeit“ und für „soziale Demokratie“ ein. Dies bedeutet:

Vorrang des Menschen - vor den Geiseln des egoistischen und wild wuchernden Kapitalismus.    

Die Notwendigkeit des Umdenkens ist hier und jetzt.

Die Realität zeigt: Eine tiefe Spaltung zieht sich durch unsere Gesellschaft in Deutschland und weltweit.

Immer mehr Menschen sind von den Segnungen der Wohlstandsgesellschaft ausgeschlossen und haben keine Hoffnung mehr, dass sich daran etwas ändert.

Lebensläufe, die man für solide hielt geraten ins Schlingern, weil Arbeitsplätze, die man sicher glaubte, wegbrechen. Es trifft die Aushilfskraft genauso wie hoch qualifizierte Wissenschaftler.

Auch Entwicklungsländer brauchen Zugang zu den Märkten, zum freien und fairen Handel, denn die skandalöse Realität unserer Welt ist noch sehr geprägt von dem Gefälle zwischen der unermesslichen Zahl Bedürftiger, denen häufig das Lebensnotwendige fehlt und dem kleinen Anteil Besitzender, denen der größte Teil des Reichtums gehört und die den Anspruch erheben, die Geschichte der Menschheit zu bestimmen.

Unsere Wirtschaft ist globalisiert, was grundsätzlich nicht schlecht ist – aber wir haben weder in Europa noch in der globalisierten Wirtschaft die sozialen Leitplanken, wie sie Ludwig Erhardt als Neoliberalismus einführte – die soziale Marktwirtschaft-, die dringend nötig sind.

Blinde, marktradikale Wirtschaft muss abgelehnt werden, da sie der Vernichtung von Lebensgrundlagen dient.

Es gilt: Fair zu teilen!

Der 1991 verstorbene weltweit anerkannte Nationalökonom, Soziologe und Theologe Oswald von Nell-Breuning hat immer wieder betont, dass der Mensch sinnvolle Arbeit braucht, um ein erfülltes Leben zu haben. “Prekäre“ Arbeitsverhältnisse, die nicht befriedigen, sind nicht zu akzeptieren.

Eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik dient allen Menschen, wenn sie in eine gesunde Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik eingebettet ist. Diese Rahmenbedingungen muss die Politik aktiv festlegen.

In den Südstaaten der Welt, sowie in Südeuropa, wo die Arbeitslosigkeit weit über 10% liegt und die Jugendarbeitslosigkeit bei Jugendlichen bis zu 40% beträgt, ist eine Zukunftsplanung kaum möglich. Hoffnungslosigkeit aber auch Gewaltbereitschaft sind häufig die Folgen.

Wenn man Vollbeschäftigung als Ergebnis einer Wirtschaftspolitik versteht, die es allen Mitgliedern einer Volkswirtschaft ermöglicht, ihre Bedürfnisse nach Gütern und Arbeit in Übereinstimmung zu bringen, dann muss man sämtliche Politiklinien und das derzeitige Wirtschaftssystem hinterfragen. Die gegenwärtige Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank ist daher kontraproduktiv.

Neue Ansätze sind zu denken; Veränderungen hin zu einer sozial-ökologischen Wirtschaft, die solidarisch, gerecht und nachhaltig sein muss, gilt es in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen.

Die Güter der Erde sollen allen Menschen zugänglich und ein gutes Leben für alle Menschen möglich sein. Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde zu globalisieren ist für die KAB das zentrale Anliegen des 21.Jahrhunderts.

Dies ist u.a. folgendermaßen zu erreichen:

1.In der Finanzpolitik muss die gegenwärtige Verschiebung des Volkseinkommens in Richtung Kapitaleinkommen durchbrochen werden.

2.In der Handelspolitik muss das Bestimmungslandprinzip greifen.

3.In der Steuer- und Sozialpolitik muss die handelspolitisch abgesicherte Umschichtung zu Kapital-, Energie- und Rohstoffverbrauchsteuer sowie die Besteuerung von Großvermögen erfolgen.

4.Eine Internetabgabe muss eingeführt werden.

Bei einem Millionstel Cent je bit würde dies ca. 30 Milliarden Euro erbringen.

(vgl. Prof. Dr. Heinrich Wohlmeyer, Handreichung-Manifest-unverzichtbare Eckpunkte einer weltweit zukunftsfähigen Gesellschaftsgestaltung, RSK 2017/3).

Leider stehen wir nach 2000 Jahren der Verkündigung des Evangeliums vor dem Phänomen der „globalen Ungleichheit“.

Seien wir „Licht und Salz“ für unsere Welt.

So grüße ich Sie herzlich

Gott segne die christliche Arbeit!

Ihr

Diakon Bernd-Günter M. Barwitzki, ofs

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