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Kirchenchronik St. Elisabeth

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Nach der Reformation kamen die ersten Katholiken mit der Ansiedlung von Industriebetrieben nach Geradstetten. Im Jahre 1917 zählte man 5 katholische Mitbürger in Geradstetten und Hebsack. Nach Kriegsende änderte sich dies durch den Zustrom von Heimatvetriebenen. Im Mai 1946 waren es in Geradstetten 173 und am Jahresende bereits 355 Personen. Sie wurden von der Seelsorgestelle Grunbach her betreut und konnten auch nur in der dortigen Notkirche die Gottesdienste besuchen. In den darauffolgenden Jahren stieg die Zahl der Katholiken weiter an. Ende des Jahres 1959 zählte man schon 879 Seelen. Besonders für die Älteren war der Gottesdienstbesuch beschwerlich. Der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus wurde immer lauter ausgesprochen.

Nachdem südlich der Bahnlinie im neuen Siedlungsgebiet im Jahre 1959 ein Bauplatz erworben werden konnte, begann die Planung für eine Kirche. Dipl.-Ing. Fritz Vogt aus Schorndorf wurde damit beauftragt. Da der Untergrund nicht tragfähig war, mußten zur Stabilisierung 20 etwa 10 m lange Betonpfähle gesetzt werden, was eine Bauzeitverzögerung mit sich brachte. Grundsteinlegung und Richtfest konnten deshalb erst im Juli 1961 erfolgen. Am 9. September 1962 konnte Weihzbischof Wilhelm Sedlmeier die Kirche auf den Namen der Heiligen Elisabeth von Thüringen weihen.

Der Grunriß der Kirche ist ein Fünfeck. Der Turm mit einer Höhe von 24 m ist nach Osten hin von der Kirche abgerückt. Das stark durchhängende Dach fängt optisch den Schwung des Hanges auf und führt steil nach oben zur Altarwand. Das Innere der Kirche erhält Tageslicht durch die Rückwand und die Altarwand, die beide aus Glasbeton gefertigt sind. Die Altarwand ist farbig gestaltet und zeigt ein übergroßes Kreuz. Etwa 350 Besuchern bietet die Kirche Platz. Einige Jahre vergingen, ehe eine Orgel angeschafft (1970), ein Glockengeläut im Turm montiert (1972) oder der Gemeindesaal (1975) - neben einer bereits notwendigen Dach - und Außenrenovierung - fertiggestellt werden konnte.

Geradstetten bildet gemeinsam mit Grunbach, Hebsack und Buoch eine Pfarrei.

Text: Gerhard Riedißer, Schorndorf
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