Impuls der Woche: Das stille Leiden

Manchmal bleibt das Auge hängen. Etwa dann, wenn eine Schlagzeile wieder von Frauen berichtet, die Opfer von Gewalt geworden sind. Aber wie sagte schon Berthold Brecht in der Dreigroschenoper: "Die im Dunkeln sieht man nicht". Diesen Monat will Papst Franziskus in seinem Gebetsanliegen die Aufmerksamkeit auf eine sehr schmerzliche Dunkelheit lenken. "Beten wir für die Frauen, die Opfer von Gewalt sind, um Schutz durch die Gesellschaft und dass ihre Leiden wahrgenommen und beachtet werden". Frauen leiden unter Gewalt in vielfältigen Formen. Die Pandemie verstärkt die geschlechtsbedingte Ungleichheit. Frauen tragen die Hauptlast, da sie in Krisenzeiten schlechter vor häuslicher und sexualisierter Gewalt geschützt sind. Achten wir in unserer Umgebung auf Zeichen und hören wir zu, damit wir sensibel für diese Leidensgeschichten werden und handeln, denn wir sind aufeinander angewiesen. Die Kirche kann nicht von Gewalt gegen Frauen sprechen, ohne sich mit ihrer eigenen Schuldgeschichte zu konfrontieren. Meditieren wir mit Maria Grünwald:

Ausspeit - das Herz - den Aufschrei

Dass glühende - Magma Schmerz - rinnt in - die Tage und Nächte

Lass zerfallen - Du Gott - die Wüste - erstarrter Lava

Lass verwittern - Du Gott - das Gestein - zur Grundlage - neuer Erde

Darin zu pflanzen - den Baum - der Hoffnung - der blühen - duften - fruchten - wird

PACE E BENE Ihr Br. Konrad

Bernd-Günter Barwitzki, Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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