Impuls der Woche - Der Kuss

In der Begegnung mit dem Aussätzigen entstand im religiösen Bewusstsein von Franziskus eine Verbindung mit dem Kreuz von San Damiano.

Begegnung des Hl. Franziskus mit dem Aussätzigen

Begegnung des Heiligen Franziskus mit dem Aussätzigen.

Glasbild von R. M. Koller in der ehem. Kapelle der Gemeinschaft

der Franziskaner in Köln-Vingst. Franziskaner.net

Franziskus sah in der Umarmung und im Kuss einen Liebesdienst, der seine Gefühlswelt auf den Kopf stellte. Seine Lebensveränderung begann und er machte sich auf den Weg. Die Dreifährtenlegende erzählt: “Nach den Besuchen bei den Aussätzigen war er ein anderer Mensch geworden“ (Gef 12). Weiter wird berichtet: „Und während er sonst gewohnt war, vor Aussätzigen großen Abscheu zu haben, tat er sich jetzt Gewalt an, stieg vom Pferd, reichte dem Aussätzigen ein Geldstück und küsste ihm die Hand. Dann empfing er von ihm den Friedensgruß“.

In seinem Testament (TEST 3) schrieb Franziskus, dass ihm das Schwere und Drückende in „Süßigkeit des Leibes und der Seele verwandelt“ wurde. So kam es auch zu der Aussage, die Brüder „ müssen sich freuen, wenn sie mit gewöhnlichen und verachteten Leuten verkehren, mit Armen und Schwachen, mit Aussätzigen und Bettlern am Weg“ (NbR 9,3).

Machen auch wir uns auf den Weg. Meditieren wir folgendes Gedicht von Sr. Christina Mülling, ofs :

 

Im Vorübergehen

auf dem Weg

im Vorübergehen

nebenbei

ereignet sich

menschwerdung

durch

ein lächeln

einen lieben blick

ein freundliches wort

das in mein herz fällt

und liebe freisetzt

aus: Gottes Abstieg - Geistliche Gedichte, BoD 2017

 

Termine

Mit Ehrfurcht vor und in der Schöpfung leben: Dienstag, 4. Mai, 19.00 Uhr, Thomas Morus Akademie, Bensberg. Grundzüge der franziskanischen Schöpfungsspiritualität.
Online - Vortrag mit Br. Stefan Federbusch, ofm, Hofheim a. T. Die Veranstaltung findet über das Programm Zoom statt. Anmeldung erforderlich unter folgender Internetseite:

 https://tma-bensberg.de/?veranstaltungsnummer=213108

 

Eucharistische Anbetung: Donnerstag, 6. Mai, St. Michael, 15.00 Uhr. Schweigen vor dem Herrn ist mehr als nichts tun - es ist sich ihm zuwenden. Schweigen vor dem Herrn ist mehr als nicht sprechen - es ist hören. Schweigen vor dem Herrn ist mehr als leer werden - es ist sich erfüllen lassen.

PACE E BENE

Ihr Br. Konrad (Bernd-Günter Barwitzki)


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